Interessenverband Tauernhöhenweg nimmt Arbeit auf

Anfang Februar 2019 wurde der Interessenverband Tauernhöhenweg ins Vereinsregister am Amtsgericht Duisburg eingetragen. Der Verband hat seinen Sitz in Mülheim an der Ruhr bei der dortigen Sektionsgeschäftsstelle des Alpenvereins. Er vertritt 14 Alpenvereinssektionen aus Österreich und Deutschland sowie Talgemeinden im Tourengebiet zwischen Großglockner und Hochalmspitze.

“Ein wichtiger Schritt zur Förderung eines nachhaltigen und naturorientierten Bergsports in dieser sensiblen Hochgebirgslandschaft im Nationalpark Hohe Tauern”, nennt Michael Cremer, Erster Vorsitzender des Verbands wie auch der Mülheimer Alpenvereinssektion, die rechtliche Anerkennung des Verbands, der gemeinnützig arbeiten wird. Schon über viele Jahre stimmen sich die Alpenvereinsektionen in einer Arbeitsgemeinschaft bei der Instandhaltung der Hütten und Wege in ihren Arbeitsgebiete am Alpenhauptkamm ab. Der Verband soll nun weiterreichende Aufgaben übernehmen, um die Infrastruktur im Hochgebirge zu sichern und den Nationalpark im Naturschutz zu unterstützen.

“Der Nationalpark Hohe Tauern ist als größtes Schutzgebiet der Alpen ein Dreh- und Angelpunkt für den Tourismus, der nicht zuletzt für die Gemeinden Flattach, Heiligenblut, Mallnitz, Malta und Obervellach einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt”, stellt Peter Angermann, Zweiter Vorsitzender des Verbands, sachlich fest. “Es muss uns aber mittelfristig gelingen, ihn ganzheitlich und ressourcenschonend umzusetzen.” Und die Voraussetzung am Tauernhöhenweg hierfür sind bestens. So halten am Bahnhof Mallnitz-Obervellach auch Fernzüge, sodass das Gebiet auch ohne Auto gut zu erreichen ist, vom Ruhrgebiet aus sogar non-stop.

Neben Peter Angermann, der auch die in Mallnitz ansässige Sektion des Österreichischen Alpenvereins leitet, findet sich mit Michael Lercher aus Flattach eine weitere Person im Vorstand, der die Gebrirgszüge rund um den Tauernhöhenweg hervorragend kennt. Er verantwortet das Hütten- und Wegereferat. Gerd Schmidt (DAV-Serktion Göttingen) als Schatzmeister und Manfred Bütefisch (DAV-Sektion Hannover) als Schriftführer komplettieren den Verbandsvorstand, der auch die Zusammenarbeit mit den Dachverbänden DAV und ÖAV, mit den lokalen Tourismusverbänden und anderen lokalen Interessensgruppen intensivieren und ausbauen will. So sollen beispielsweise auch die Hüttenwirt/innen in die Entwicklung eines Kommunikations- und Marketingkonzepts eingebunden werden. “Im Ergebnis steht unser Verband fürs Miteinander der Menschen, die in der Region leben und die diese gewaltige wie sensible Natur besuchen - und den Erhalt dieser einzigartigen Biosphäre”, fasst Cremer zusammen, dessen Sektion Mülheim den Westerfrölkeweg in der Goldberggruppe oberhalb des Tauerntals betreut.